Frankfurt. Neulich in meinem Frankfurter Lieblingscafé "Neues Café Schneider": Weihnachtstrubel. Hektik. Zwischen all den vollbepackten Gästen sitze ich mit meiner FAZ und beobachte die Szenerie. Menschen schieben sich in das Café, wählen aus der reichlich gedeckten Kuchentheke ihren Favoriten aus und bestellen Wiener Melage. Laute Gespräche. Weihnachten ist das beherrschende Thema. Dazwischen wieder Bestellungen. An der Kuchentheke hat eine ältere Dame gerade ein Stück Mohnkuchen bestellt. Es ist das letzte Stück. Es ist klein. Der Kuchen wird zurecht gemacht, die Dame begibt sich zu ihrem Platz. 3,20 EUR kostet ein Stück Kuchen, egal welcher Größe und Art. Auch in diesem Fall. Schnell greift die Bedienung zu, will das Stück zu seiner Bestellerin bringen, doch sie zögert. Sie würdigt das Stück Kuchen eines kritischen Blickes, läuft zurück zur Kuchentheke und erklärt feierlich, sie werde niemals für ein solches Stück 3,20 EUR verlangen. Sie ändert den Preis und liefert es aus.
Ich bin beeindruckt. Sie handelt couragiert im Sinne der Kundin. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Verhalten ohne negativen Spätfolgen bleibt. In diesen Zeiten sind solche kleinen Freuden, ermutigende Beispiele und es bleibt nur zu sagen: Mehr bitte!
Ich bin beeindruckt. Sie handelt couragiert im Sinne der Kundin. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Verhalten ohne negativen Spätfolgen bleibt. In diesen Zeiten sind solche kleinen Freuden, ermutigende Beispiele und es bleibt nur zu sagen: Mehr bitte!