Madrid. Der Kommentar der Woche ist diesmal schwierig. Die Auswahl der Themen reichen von Oskars Rückzug, über Obamas und neuerdings Merkels Bankenpläne bis hin zur modernen Klientelpolitik. Doch vielleicht ist alles ganz einfach. Ein Zwischenruf zu Oskar Lafontaine scheint ausreichend!
Oskar Lafontaine ist ein Meister der medialen Darstellung. In den vergangenen Wochen ließ er ungeliebte Gegner medial entmündigen, streute Spekulationen über seine Rückkehr in die Bundespolitik, eroberte die linke Themenhoheit mit einem provinziellen Auftritt und ließ seinen Rückzug aus der Bundespolitik gebührend feiern, inkl. Drohungen seiner Mitstreiter ein Verzicht auf den Vorsitz sei nicht das Ende seiner Ideen und seines Einflusses. Dabei ist sein Erfolg auf eine reine Klientelpolitik alter Schule aufgebaut. Der Chor derer, die den Verfall der SPD mit dem Weggang Oskars begründen, ist nicht klein. Sie irren aber. Den nur die Schröderschen Orientierung zur Mitte, gleiches gilt für Helmut Schmidt und Willy Brandt, machten die SPD außerhalb ihrer Klientel wählbar. Oskar Lafontaine machte stets Politik mit Feindbildern.
Nur wo er dies nicht ausschließlich tat, war über die Parteigrenzen geachtet und erfolgreich. Seine Zeit als Saarbrücker Oberbürgermeister wird von den meisten dort lebenden Bürger geschätzt. Lafontaine, der stets angab in seinen Überzeugungen Gaullist zu sein, machte danach Politik für seine Klientel, die sich stets aus unterschiedlichen Richtungen kommend hinter ihm einten.
Lafontaine ist ein Machtmensch, mit großem politischen Gespür für seine Klientel und dem dazugehörigen Durchsetzungswillen. Daher ist völlig klar, weshalb er 1999 zurücktrat und weshalb er auch zum Feinbild vieler wurde. Gaullist ist vor allem deshalb, weil seine Art der Politik nur gemäß de Gaulles Staatsidee, in Frankreich verwirklicht, durchzusetzen ist.
Doch Lafontaine, von britischen Medien als gefährlichster Mann Europas bezeichnet, lag oftmals falsch und häufig unverbesserlich daneben. Mancher Ökonom ergraute bei Lafontaines stetiger Forderung die unabhängige EZB zurück in die politische Abhängigkeit zu führen und die amerikanische Politik des billigen Geldes in Europa zu übernehmen, um Wachstum und Beschäftigung nachhaltig anzuregen. Die Teilverstaatlichung privater Banken war eine später eingefügte Forderung. Unbestreitbar ist, dass die amerikanische Notenbank mit der Politik des billigen Geldes die heutige Wirtschaftskrise verursachte. Diese Wahrheit ist so selten publiziert, weil sie eine hohe Mitverantwortung der politisch Verantwortlichen in den USA bedeutet. Die EZB hat dieser Verlockung stets wiederstanden und ihre politische Unabhängigkeit verteidigt. Dabei hat sie mäßigend gewirkt und die Kreditvergabe nicht unnötig angereizt. Wäre Lafontaines Forderung umgesetzt, wäre der Untergang des Abendlandes besiegelt. Von seinen Forderungen sind heute übrigens nur noch die Verstaatlichungen des Bankensektor und die politische Einflussnahme auf die EZB, derer sich neuerdings auch Andrea Nahles anschließt, übrig. Die alten Ideen sind in jedem seiner Bücher und Leitartikel nachlesbar. Bis heute schuldet er jedem mündigen Bürger die Erklärung - warum staatliche Banken doch pleite gehen können - und was die Politik des billigen Geldes für Europa wirklich bedeutet hätte.
Herr Lafontaine, sicherlich finden Sie zukünftig genug Zeit diese Fragen in einem Buch umfangreich zu beantworten!
Oskar Lafontaine ist ein Meister der medialen Darstellung. In den vergangenen Wochen ließ er ungeliebte Gegner medial entmündigen, streute Spekulationen über seine Rückkehr in die Bundespolitik, eroberte die linke Themenhoheit mit einem provinziellen Auftritt und ließ seinen Rückzug aus der Bundespolitik gebührend feiern, inkl. Drohungen seiner Mitstreiter ein Verzicht auf den Vorsitz sei nicht das Ende seiner Ideen und seines Einflusses. Dabei ist sein Erfolg auf eine reine Klientelpolitik alter Schule aufgebaut. Der Chor derer, die den Verfall der SPD mit dem Weggang Oskars begründen, ist nicht klein. Sie irren aber. Den nur die Schröderschen Orientierung zur Mitte, gleiches gilt für Helmut Schmidt und Willy Brandt, machten die SPD außerhalb ihrer Klientel wählbar. Oskar Lafontaine machte stets Politik mit Feindbildern.
Nur wo er dies nicht ausschließlich tat, war über die Parteigrenzen geachtet und erfolgreich. Seine Zeit als Saarbrücker Oberbürgermeister wird von den meisten dort lebenden Bürger geschätzt. Lafontaine, der stets angab in seinen Überzeugungen Gaullist zu sein, machte danach Politik für seine Klientel, die sich stets aus unterschiedlichen Richtungen kommend hinter ihm einten.
Lafontaine ist ein Machtmensch, mit großem politischen Gespür für seine Klientel und dem dazugehörigen Durchsetzungswillen. Daher ist völlig klar, weshalb er 1999 zurücktrat und weshalb er auch zum Feinbild vieler wurde. Gaullist ist vor allem deshalb, weil seine Art der Politik nur gemäß de Gaulles Staatsidee, in Frankreich verwirklicht, durchzusetzen ist.
Doch Lafontaine, von britischen Medien als gefährlichster Mann Europas bezeichnet, lag oftmals falsch und häufig unverbesserlich daneben. Mancher Ökonom ergraute bei Lafontaines stetiger Forderung die unabhängige EZB zurück in die politische Abhängigkeit zu führen und die amerikanische Politik des billigen Geldes in Europa zu übernehmen, um Wachstum und Beschäftigung nachhaltig anzuregen. Die Teilverstaatlichung privater Banken war eine später eingefügte Forderung. Unbestreitbar ist, dass die amerikanische Notenbank mit der Politik des billigen Geldes die heutige Wirtschaftskrise verursachte. Diese Wahrheit ist so selten publiziert, weil sie eine hohe Mitverantwortung der politisch Verantwortlichen in den USA bedeutet. Die EZB hat dieser Verlockung stets wiederstanden und ihre politische Unabhängigkeit verteidigt. Dabei hat sie mäßigend gewirkt und die Kreditvergabe nicht unnötig angereizt. Wäre Lafontaines Forderung umgesetzt, wäre der Untergang des Abendlandes besiegelt. Von seinen Forderungen sind heute übrigens nur noch die Verstaatlichungen des Bankensektor und die politische Einflussnahme auf die EZB, derer sich neuerdings auch Andrea Nahles anschließt, übrig. Die alten Ideen sind in jedem seiner Bücher und Leitartikel nachlesbar. Bis heute schuldet er jedem mündigen Bürger die Erklärung - warum staatliche Banken doch pleite gehen können - und was die Politik des billigen Geldes für Europa wirklich bedeutet hätte.
Herr Lafontaine, sicherlich finden Sie zukünftig genug Zeit diese Fragen in einem Buch umfangreich zu beantworten!